Streuobstwiese
Kurze Schießpause am Wochenende ausgenutzt. Anja und Ingo hatten gerufen.
In sicherer Umgebung und ohne aufschreckende Knallgeräusche konnte die Aktion in Munster-Süd durchgeführt werden.
In Wietzendorf weiß man: Ohne Baum kein Obst und ohne Fleiß kein Honig. Heute rückte der Imkerverein Wietzendorf aus, um im örtlichen Schießplatz ein Zeichen für die Zukunft (und das nächste Frühstücksbrot) zu setzen. Auf dem Plan stand das Pflanzen neuer Apfelbäume. Bäume und Material wurden von der Bundesforst (Bima) bereitgestellt.
Petrus öffnete am Nachmittag ein kleines „Baumpflanzwolkenloch“ und so rückte ein Imkertrupp aus. Spatenstich, Einsetzen, Festtreten – das lief wie am Schnürchen. Doch dann folgte der entscheidende Teil der imkerlichen Fortbildung. Ingo zeigte das fachgerechte Anbinden des Baums mit einer Kokosfaser. Diese verrottet mit den Jahren und gibt den Baum frei. Von der Forst vorgefertigte Holzelemente lagen bereit und wurden im Dreieck um den Baum drapiert und zusammengeschraubt. Der Fachmann spricht von Hordengatter als Einzelbaumschutz. (Auch Imker sind noch lernfähig.) Damit ließ sich auch langsam erkennen: Das wird kein Kaninchenstall. Eine Lichtung wird zur Streuobstwiese, ein weiterer Beitrag zum Naturschutz in den sonst gesperrten Flächen.
Das Angießen. Die jungen Bäumchen bekamen (anschließend auf dem Bima-Schießstand am Platzrand) die nötige (symbolische) Starthilfe, damit sie in ein paar Jahren den Bienen ein Buffet der Extraklasse bieten können. 😉
Also, wer hart arbeitet darf nicht austrocknen. „Nachspülen“ stand auf dem Programm. Entkorken ,Ansetzen, Laufenlassen – das lief wie am Schnürchen. Direkt am Schießstand wurde die Kehle befeuchtet und gegrillt– ganz nach dem Motto: Erst die Bäume, dann die Imker. Schließlich müssen die „inneren Werte“ genauso gepflegt werden wie die frische Pflanzung.
Ein runder Tag, der zeigt: In Wietzendorf wird nicht nur scharf geschossen, sondern auch mit viel Herz gepflanzt!
Vielen Dank Anja und Ingo für die Organisation.

